Tunnelbau
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Tunnel Vösendorf - Tunnelbau
Ort:

Wien


Tunnel Vösendorf

Im Zuge der S1 Wiener Aussenring Schnellstrasse (alte Bezeichnung B 301 Wiener Südrandstraße) wurde die Errichtung des Tunnels Vösendorf (Objekt 00680) geplant. Die S1 (B 301) unterquert im Ortsgebiet von Vösendorf die Schönbrunner Allee sowie die Ortsstraße, die in den Ortskern von Vösendorf hineinführt. Zwischen den beiden Straßen verläuft der Petersbach. Die Nivellette der S1 (B 301) hat in diesem Kreuzungsbereich ihren Tiefpunkt etwa 10 m unter Gelände. Die Boden- und Grundwasserverhältnisse erlauben die Errichtung in offener Bauweise, wobei die beengte Situation zwischen einzelnen Gebäuden und die Aufrechterhaltung des Straßenverkehrs steile, gesicherte Aushubböschungen verlangen.
Beiderseits der Querung steigt die Nivellette an. Der Tunnel wird aus umweltpolitischen Gründen über das technisch erforderliche Maß hinaus verlängert. Die Tunneldecke steigt aus dem Gelände heraus, wird eingeschüttet und in eine landschaftsplanerische Neugestaltung des gesamten Bereichs eingebettet. Der Tunnel erreicht eine Länge von über 820 m.
Der Regelquerschnitt im nördlichen Abschnitt ist ein zweizelliger Kastenquerschnitt, der die beiden Richtungsfahrbahnen mit je zwei Fahrstreifen und einem Abstellstreifen aufnimmt. Die lichte Breite der einzelnen Tunnelröhren beträgt dort 13 m, die Gesamtbreite der Konstruktion über 30 m. Gegen Süden zu wird der Tunnel aufgrund der Zulegung weiterer Fahrstreifen breiter. Die Richtungsfahrbahn Nord beginnt am Südportal vierstreifig, wobei zwei Fahrstreifen innerhalb des Tunnels abgebaut werden. Aus der Richtungsfahrbahn Süd zweigt unmittelbar nach der Unterquerung der Schönbrunner Allee die Rampe 106 ab, die die Fahrtrelation S1 (B 301) – A2 stadteinwärts bedient. Für diese Ausfahrt ist innerhalb des Tunnels die Manöverspur anzulegen.
Im südlichen Abschnitt des Tunnels teilt sich dann die S1 (B 301) in die Rampen 100 (Fahrtrichtung Nord) und 106 (Fahrtrichtung Süd), wobei diese beiden Rampen grundrißlich auseinanderstreben und zwei voneinander getrennte einröhrige Tunnel bilden.
Der Tunnel erhält eine Längslüftung mittels Strahlventilatoren und sicherheitstechnische Einrichtungen nach dem letzten Stand der Technik. An beide Einfahrtsportale schließen jeweils ca. 100 m lange Abschnitte an, die von oben über Shedkonstruktion mit Tageslicht erhellt werden.
 
 
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