U2/6 Donaumarina

Wien, 2. Bezirk

Bauherr: Wiener Linien

Im Zuge der Verlängerung der U-Bahn-Linie U2 vom Schottentor bis Aspernstraße befindet sich der Bauabschnitt U2/6 Donaustadtbrücke, der sich vom „Ernst Happel Stadion“ über die Donau bis zur A22 (Kaisermühlendamm) erstreckt. Die Länge beträgt 1.250 m.

Streckentragwerke:
Am Bauabschnittsbeginn werden die eingleisigen Streckentragwerke mit Regelquerschnitt (Gesamtbreite 6 m und statische Minimalhöhe 1,22 m) in ein- bis teilweise auch zweifacher Hochlage geführt. Sie sind in mehrere, in der Regel dreifeldrige Tragwerk mit Einzelstützweiten von ca. 20 m unterteilt. Im Übergangsbereich von den eingleisigen zum zweigleisigen Tragwerk werden die Stützen kontinuierlich von den ovalen Querschnitten zum Kreisquerschnitt verkleinert.

Station Donaumarina:
Die Station verläuft in Hochlage direkt über dem Handelskai, der ÖBB (Donauuferbahn), dem rechten Donaudamm (RDD) und dem Yachthafen Marina. Sie ist mit zwei Außenbahnsteigen konzipiert, welche sich jeweils auf einer Brückenkonstruktion in Form von Spannbetonhohlkästen befinden. Die beiden Gleise ruhen auf quer zwischen den Kollektorkästen gespannten Fertigteilträgern, welche durch eine Ortbetonplatte monolithisch miteinander verbunden sind. 


Umbau Donaustadtbrücke:
Die Trasse verläuft auf der bereits 1996 errichteten Donaustadtbrücke. Sie war von Beginn an zur Aufnahme einer U-Bahn in den Raum Stadlau / Aspern vorgesehen. Zuvor wurde die Brücke für den Umleitungsverkehr bei der durch den Kraftwerksbau Freudenau bedingten Hebung der Praterbrücke und danach für den staufreien Busverkehr zwischen dem 22. Bezirk und der U3-Station Schalchthausgasse genutzt. Für die U-Bahn werden Schotterbett und Gleise auf dem bestehenden Tragwerk verlegt.


Ertüchtigung der Schrägkabelbrücke

Das geringe Eigengewicht der Stahlbrücke erlaubte bei Straßenverkehr für eine benötigte Grundspannung der Schrägkabel nur eine reduzierte Anzahl von Schrägkabeln. Entsprechend den höheren Ausbaulasten (Gleisschotter) wird für die U-Bahn eine Verdoppelung der Schrägkabel erforderlich. Für diese wurde sowohl im Streckträger (Tragwerk), als auch im Pylonkopf beim Neubau der Brücke bereits Vorsorge getroffen, sodass nur mehr die Konsolen am Tragwerk und die Dämpferrohre mit Ankerplatte am Pylonkopf anzuschweißen sind.


Austausch Brüstungselemente
Am Tragwerk werden die seitlich begrenzenden Stahlleitwände der Straßenbrücke gegen Stahlelemente samt integriertem Schallschutz und Kabeltassen getauscht. 

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